Wie legen wir die Heilige Schrift praktisch aus?

Am 22.05.2013 fand in Leipzig der "Lutherische Tag" des Lutherischen Einigungswerkes (Werk der VELKD) statt. Er stand unter dem Titel "Das lutherische Verständnis der Heiligen Schrift". 

Dr. Carsten Rentzing referierte darüber, wie die Heilige Schrift praktisch ausgelegt werden sollte. Hören Sie seinen Vortrag HIER nach!

Ermutigender Auftakt zu Bittgottesdiensten - Gebet für Umkehr und Erneuerung

Ein erster "Bittgottesdienst für die Freiheit des Glaubens und die Einheit der Kirche" hat in der St. Johanniskirche Albernau (Kirchenbezirk Aue/Erzgebirge) stattgefunden. Rund 60 Personen aus verschiedenen Kirchgemeinden feierten diesen Bittgottesdienst mit, zu dem die Oasenarbeit gemeinsam mit der Sächsischen Bekenntnis-Initiative (SBI) eingeladen hatte.

Pfarrer Falk Klemm (Sprecher der Sächsischen Bekenntnis-Initiative aus Plauen) unterstrich in seiner Predigt über Hesekiel 47, dass angesichts der Spannungen in der sächsischen Landeskirche eine neue Hinwendung zum Wort Gottes notwendig sei. Gott könne Umkehr und Erneuerung in seiner Kirche schenken, wenn Christen zu beten wagten. Die Bittgottesdienste seien ein Angebot, gemeinsam vor Gott zu treten. Jesus habe die Verantwortung für seine Kirche in die Hände seiner Jünger und ihr Gebet gelegt. Im Gebet übernähmen Christen darum auch Verantwortung für ihre Kirche und das Heil der Welt. Pfarrer Klemm wies darauf hin, dass Christus selbst die Kirche leite: "Mit jedem Schritt den wir in Richtung Umkehr wagen, kommt er uns schon entgegen." Darum sei die gegenwärtige Situation in Kirche und Gesellschaft kein Grund zur Resignation.

Das Angebot, sich im Anschluss an den Gottesdienst über die Anliegen und Fragen des aktuellen Gesprächsprozesses über das Bibelverständnis und die gefährdete Einheit der Landeskirche zu informieren, wurde von vielen Teilnehmern genutzt.  Dabei zeigte sich, dass es bei vielen Gemeindegliedern ein großer Informations- und Gesprächsbedarf besteht. Angesichts der ermutigenden Reaktionen, auf das Angebot zur geistlichen Sammlung um Wort und Sakrament im Rahmen des Gesprächsprozesses, wird ein nächster Bittgottesdienst am 11. Juni 2013 in der St. Nicolaikirche in Aue/Erz. stattfinden.

Kirchgemeinden, Gemeinschaften oder Gruppen - auch außerhalb Sachsens - können sich anschließen und eigene Bittgottesdienste planen und durchführen. Entsprechende Termine und Informationen sollten an die Sächsische Bekenntnis-Initiative oder andere Plattformen bekennender Gemeinschaften (z.B. Gemeindenetzwerk) weiter gegeben werden. Auf diese Weise könnten sich verschiedene Gruppen stärker vernetzen.

Die Ordnung für die "Bittgottesdienste für die Freiheit des Glaubens und die Einheit der Kirche" steht in zwei Fassungen zur Verfügung:

gekürzte Fassung
ungekürzte Fassung

Die Liebe freut sich der Wahrheit. Oder: der wahre Nothelfer. Gedanken zum Gesprächsprozess über Bibel und Homosexualität von Gunther Geipel

Es darf als Konsens gelten, dass die Bibel nur schroff ablehnende Aussagen zur Homosexualität enthält. Angesichts der Spannung zwischen dem eindeutigen biblischen Befund und der Frage homosexuell geprägter Menschen nach ihrem Platz in unserer Kirche werden nach meiner Beobachtung im Wesentlichen zwanzig Argumente als vermeintliche „Nothelfer“ bemüht. Mögen sie auch als Hilfen gemeint sein, werden sie doch entweder für falsche Schlussfolgerungen benutzt oder sind aufgrund ihres fehlenden Wahrheitsgehaltes untauglich.

Lesen Sie hier den ganzen Text von Gunther Geipel.

Überlegungen zur Frage eines ethischen "status confessionis". Von Johannes Berthold

Das Evangelisationsteam erklärte in seiner  „Stellungnahme“ vom 1. Juni 2012, sie könne dem Beschluss der sächsischen Landessynode nicht folgen. Vielmehr sehe es in der Frage gleichgeschlechtlicher Partnerschaften im Pfarrhaus den "status confessionis" gegeben. Landesbischof Jochen Bohl warf seinerseits den Unterzeichnenden vor, sich nicht die Mühe zu machen, „die Erklärung des status confessionis auch nur ansatzweise zu begründen. Die Unterzeichner scheinen zu ahnen, dass dies nicht möglich ist angesichts der wenigen Aussagen in der Heiligen Schrift zur Frage der Homosexualität und deren Verhältnis zu ihrem Gesamtzeugnis.“

Obwohl der status confessionis keineswegs ein eindeutiger und allgemein anerkannt interpretierter Begriff ist fällt auf, dass sich in der gegenwärtigen Debatte jede Seite auf ihn wie auf eine letzte Instanz beruft. Offenbar sind alle davon überzeugt, dass es „die schärfste Alarmglocke“ ist, die überhaupt innerhalb der Kirche angeschlagen werden kann.

Lesen Sie hier den ganzen Text von Johannes Berthold.

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