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Woher hat der Aschermittwoch seinen Namen?

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, so heißt es in einem Faschingslied. Am Aschermittwoch ist das tolle Treiben des Karnevals vorbei. Den Fasching gibt es überhaupt nur, weil es den Aschermittwoch gibt und die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt. Der Tag heißt so, weil man sich an diesem Tage Asche auf das Haupt streut oder ein Aschekreuz an die Stirn zeichnen lässt als Zeichen der Buße. Die Redewendung „Asche aufs Haupt“ kommt daher. In unserer Kirchenzeitung „Der Sonntag“ wurde vor Jahren schon vorgeschlagen, diesen Brauch wiederzubeleben.
Der Aschermittwoch ist ein Tag der Beichte und Buße. Unsere Landeskirche hat ihn mit dem Frühjahrsbußtag zusammengelegt, damit er wieder mehr Beachtung findet.
Asche ist der unverbrennbare Rückstand von Dingen. Traditionell wird die Asche aus den Palmenblättern des vorigen Palmsonntags dazu verwendet.
Die Asche erinnert uns an die Erschaffung der Menschen und den Sündenfall. Denn da sagt Gott zu Adam: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. (Gen 3,19) Wir Menschen sind vergänglich. Das gesteht man sich ein, wenn man sagt: Ich bin Asche. Das erkennt z.B. Abraham: (Gen 18,27) Er antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, zu reden mit dem Herrn, wiewohl ich Erde und Asche bin. Das Gegenteil davon ist, dass Menschen denken, sie seien unvergänglich wie Gott. Das ist Stolz. Und deshalb ist Asche aufs Haupt ein Zeichen dafür, dass man seinen Stolz überwindet und bereut. Ich nenne einige Personen aus der Bibel, die reuevoll zu Gott umkehrten:

Als Mordechai alles erfuhr, was geschehen war, zerriss er seine Kleider und legte den Sack an und tat Asche aufs Haupt und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut klagen. (Est 4,1)

Hiob: Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche. (Hiob 42,6 )

Daniel: Ich kehrte mich zu Gott, dem Herrn, um zu beten und zu flehen unter Fasten und in Sack und Asche. (Dan 9,3)

Als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche. (Jona 3,6)

Jesus Christus spricht: Wehe dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan. (Mt 11,21)

Wer sich Asche aufs Haupt streuen lässt, der will nicht etwa aufgeben oder verzweifeln, sondern der bereut. Der will die göttliche Traurigkeit nutzen, die zur Reue führt und durch Jesus Christus von den Sünden und vom Tod errettet. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Aber sie endet auch wieder: mit Ostern, mit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. So möge die Asche auf unserem Kopf uns helfen, nicht in gottlose Traurigkeit zu verfallen, sondern nach der Errettung durch Jesus Christus zu streben.

Amen

Pfr. Sebastian Führer

   

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