Offener Brief an den leitenden Bischof der VELKD

Sehr geehrter Herr Landesbischof, lieber Bruder Ulrich,

mit Erschrecken und großem Kummer haben wir Ihre Osterpredigt vom 27. März 2016 im Internet zur Kenntnis genommen. Sie verkündigen dort, dass Jesus Christus nicht wirklich und leibhaftig auferstanden, sondern wie jeder Mensch im Grab verwest sei. Die „Auferstehung“ bestünde allein in dem, was seine Jünger daraus gemacht haben, indem sie seine göttliche „Sache, seine Haltung, seine Leidenschaft usw.“ weiterlebten: „Jesus, der Gottesmann und Meister, ist tot. Sein Leib wird vergehen wie jeder Menschenleib. Aber das, was in ihm göttlich war, seine Sache, seine Haltung, seine Leidenschaft und sein Einsatz für das wahre Leben, das ist mitnichten tot. Es lebt – wenn sie, die Nachfolger, es wollen.“

Im Gegensatz dazu bezeugt die Kirche Jesu Christi seit 2000 Jahren mit den Evangelien und dem Apostel Paulus das leere Grab und die Verwandlung des Leibes Jesu in einen unvergänglichen Auferstehungsleib als den Realgrund unserer Hoffnung. Denn „ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (1Kor 15,14) Und: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.“ (Lk 24,34)

Die wahrhaftige Auferstehung Jesu Christi ist das Grunddogma der Kirche schlechthin, mit dem alles andere steht und fällt. Darum müssen wir die Auffassung, dass Jesu Leib „wie jeder Menschenleib“ vergangen sei und nur seine Ideen weiterleben würden, für eine dezidierte Irrlehre halten. Uns stellt sich die Frage, wie Sie als Bischof und Christ die Kirche leiten und glauben können, ohne in Verbindung mit dem auferstandenen Herrn selbst zu stehen und zu leben.

Als leitender Bischof der VELKD sind Sie auch „unser Bischof“, und uns kann Ihre Aussage über die Auferstehung Jesu deshalb nicht gleichgültig sein. Darum bitten wir Sie öffentlich um eine Stellungnahme und Klarstellung Ihrer Osterpredigt.

Gott befohlen!

Pfr. Gaston Nogrady, Sprecher der SBI
Markersbach, den 2. April 2016

Alles im Griff?

Wer kennt das nicht? Schnell noch eine Bemerkung hingeworfen, Interesse signalisiert und dann schnell weiter. Alles im Griff – das ist kein wirklich frommer Wunsch. Nicht nur, weil es uns zumindest in ruhigen Momenten selber klar wird. Da brauchen wir nur auf die Situation in unserem Land zu schauen. Viele werden das auch aus ihrem persönlichen Leben kennen.
Gerade die Passionszeit macht uns darauf aufmerksam, dass wir fehlbare sündige Menschen sind, die eben nicht alles im Griff haben. Aber das ist auch gar nicht nötig. So schreibt Paulus im Römerbrief:

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

Sünder sein, Fehler machen, Unvollkommenheit, alles Dinge, die heute nicht gerade „in“ sind. Aber Jesus kennt uns, vor ihm können und brauchen wir unsere Fehler und Unvollkommenheit nicht zu  verstecken. Er hat alle Schuld auf sich genommen und für sie am Kreuz bezahlt.
Schuld zugeben, nicht vollkommen sein müssen, das kann echt befreien.  Selbst dort, wo die Lage aussichtslos scheint, ist Jesus der Herr. Deshalb müssen auch wir als Sächs. Bekenntnisinitiative nicht alles im Griff haben. Nicht was wir können und erreichen ist die Frage, sondern in Treue zu ihm wollen wir uns stellen.

Dazu  wollen wir auch 2016 mit verschiedenen Veranstaltungen und Veröffentlichungen beitragen.

SBI-Tag 2015 - mit Predigt und Referat

Am 10. Oktober 2015 fand der diesjährige SBI-Tag in der Lutherkirche Chemnitz statt.
Zum Thema: „Allein Christus“ sprach der Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom  Islaminstitut der Evangelischen Allianz.
Sie können das Referat hier nachhören.
Anschließend wurden in einer Informationsstunde die überarbeiteten Ziele der SBI erläutert.
Auch die Predigt von Pastor Ulrich Rüß, dem Präsidenten der "Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften", ist nun online.

Vortragsabend mit Carsten Polanz in Wehrsdorf 

Über 200 Leute kamen am 09. Oktober 2015 zum Vortragsabend mit Carsten Polanz in die Wehrsdorfer Kirche.
Aus der Region und aus verschiedenen landes- und freikirchlichen Gemeinden.
Das Thema hieß: „Herzlich willkommen!? – Muslime in Deutschland und wie wir ihnen begegnen können.“
Schon von der Atmosphäre her war zu spüren, wir sehr das Thema die Menschen bewegt.

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