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Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ (Psalm 38,10)

„Not lehrt beten“ – so sagt es der Volksmund. Und er hat Recht.

Beten müssen wir lernen. Und die Not ist zwar keineswegs der angenehmste und sicher nicht der einzige – wohl aber der wirksamste Lehrer des Gebets.
Freilich wäre es besser, wir bräuchten diesen Lehrer nicht. Wie viel schöner wäre es doch, würden wir auch so mit Gott immer in innerster Verbindung stehen: über das Erfreuliche, das Alltägliche oder auch das Unbedeutende genauso wie über die Dinge, die uns tiefer bewegen.
Und doch fällt es uns schwer – das Beten. Nicht selten ist es ein Kampf. Wie erleichtert begebe ich mich oft an all die wichtigen und unwichtigen Dinge meines Arbeitstages, wenn ich nur endlich das Gebet hinter mir habe, meine „Pflicht“ erfüllt. Dabei ist doch eigentlich diese kurze Zeit am Morgen der wertvollste Moment des Tages! Audienz beim Schöpfer des Universums!
Und doch ist es eben schwer. Gott können wir nicht sehen – und aller-meist auch nicht spüren. Die Dinge dieser Welt aber sehen und spüren wir sehr wohl! Die dringliche Arbeit, die verlockende Ablenkung usw.
Da braucht es leider oft irgendetwas, was uns so sehr auf der Seele drückt, bis uns nichts anderes mehr bleibt, als immer und immer wieder damit zu Gott zu rennen.
Und er hat Geduld mit uns! Er wartet mit einer unerschöpflichen De-mut. Und er hört unser Gebet, obgleich wir ihn vorher so oft und so lange stehen gelassen haben. Was haben wir für einen guten Herrn!
Geduldig und barmherzig ist er mit uns – voller Langmut und Güte. Und doch lässt er sich niemals abbringen von dem Ziel, das er mit uns hat: Dass wir nämlich immer mehr – und schließlich einmal ganz und gar in seiner ständigen Gegenwart leben; dass unser Innerstes, alles, was uns bis in unser Tiefstes hinein bewegt – offen und aufgedeckt ist und bleibt vor ihm. Es gibt nichts heilsameres und nichts befreienderes als so in Gottes Licht zu sein. Das ist unsere Lebensberufung: in restloser Offenheit und in ungetrübtem Vertrauen mit Gott verbunden zu sein. Dort kommen wir zu uns selbst – dort werden wir eigentlich erst wir selbst: in seinem Licht.
Hier und jetzt sind wir häufig noch verborgen vor uns selbst – denn wir verbergen uns vor Gott. Wir leben gefangen in uns selbst. Und dabei verlieren wir so schnell die Freude, die Gott bei sich für uns bereit hat.
Die Not, die wir erfahren, rüttelt uns daraus wach. Sie drückt und quetscht unser Inneres heraus aus unserer Verschlossenheit. Wir fangen an, unser Herz bei Gott auszuschütten.
Es ist schade, dass es oft nur so geht. Aber das Ziel ist es trotzdem wert. Ich wünsche ihnen und mir solche Erfahrungen – durch so wenig Not wie möglich –, in denen wir das beten können:

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“

Tobias Liebscher

   

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